Prozesse verstehen. Anlagen richtig auslegen.
Pergande entwickelt die verfahrenstechnische Grundlage für neue Produktionsanlagen, Anlagenerweiterungen und die Optimierung bestehender Prozesse. Ausgehend von Produkt-, Prozess- und Betriebsdaten entsteht schrittweise ein belastbares Anlagenkonzept – von der ersten Konzeptstudie bis zum detaillierten Prozessdesign.
Pre-Engineering und Konzeptentwicklung
Zu Beginn werden die Aufgabenstellung, vorhandene Prozessdaten und kundenspezifische Anforderungen analysiert und die wesentlichen Planungsgrundlagen definiert.
Je nach Projektumfang gehören dazu unter anderem:
- Prüfung und Strukturierung der Kundenanforderungen
- Bestandsaufnahme und Definition der Design Basis
- Prozessanalysen
- Machbarkeits- und Konzeptstudien
- Grundlagenermittlung
- Erarbeitung von Lasten- und Pflichtenheften
- erste verfahrenstechnische Auslegung
- Entwurf von Block Flow Diagrams (BFD)
- Entwurf von Process Flow Diagrams (PFD)
- erste Aufstellungs- und Anlagenkonzepte
So werden technische Lösungsvarianten frühzeitig bewertet und die Grundlage für das weitere Engineering geschaffen.
Verfahrenstechnische Auslegung
Im Basic Engineering wird das Prozesskonzept technisch ausgearbeitet und die erforderliche Hauptausrüstung definiert.
Zum Leistungsumfang gehören je nach Projekt beispielsweise:
- Massen- und Energiebilanzen
- Stoffstromlisten
- Definition relevanter Prozessparameter
- Auslegung der Hauptausrüstungen
- Ausrüstungslisten und technische Spezifikationen
- Batch Cycle Time und zeitliche Analyse von Batch-Prozessen
- Behälterverschaltungen und Vessel-Transfer-Konzepte
- Prozess- und Verfahrensbeschreibungen
- Medien- und Verbrauchsdaten
- Bewertung unterschiedlicher Prozessvarianten
Fließbilder als zentrale Planungsgrundlage
Das Prozessdesign wird systematisch in den entsprechenden Fließbildern dokumentiert und weiterentwickelt:
- Block Flow Diagram (BFD)
- Process Flow Diagram (PFD)
- Piping & Instrumentation Diagram (P&ID / R&I-Fließbild)
Die P&IDs bilden eine zentrale Grundlage für Instrumentierung, Anlagenplanung, Rohrleitungsplanung und die weiteren Engineering-Disziplinen.
Berechnungen und Simulationen
Für ausgewählte Aufgabenstellungen werden Berechnungen und Simulationen eingesetzt, um das Prozessdesign weiter abzusichern.
Dazu gehören beispielsweise:
- thermische Berechnungen
- Berechnung von Aufheiz- und Abkühlvorgängen
- CFD-Simulationen
- Variantenbetrachtungen und technische Vergleiche
Bei neuen oder komplexen Prozessen können diese Untersuchungen durch Labor- und Pilotversuche im Production Technology Center (PTC) ergänzt werden.
Sicherheit und Wirtschaftlichkeit
Neben der technischen Auslegung werden bereits im Engineering wesentliche Aspekte der späteren industriellen Umsetzung berücksichtigt.
Je nach Projekt gehören dazu:
- Sicherheitsbetrachtungen und Risikobewertungen
- Investitionskostenschätzungen
- Abschätzung von Betriebskosten
- Energie- und Medienbedarf
- Bewertung technischer und wirtschaftlicher Varianten
Damit können unterschiedliche Lösungskonzepte sowohl technisch als auch wirtschaftlich miteinander verglichen werden.
Vom Basic zum Detail Engineering
Im weiteren Projektverlauf werden Prozessdaten, Massen- und Energiebilanzen, Stoffstromlisten, PFDs und P&IDs schrittweise detailliert und fortgeschrieben.
Sie bilden die Grundlage für die nachfolgenden Engineering-Disziplinen und die weitere technische Umsetzung der Anlage.